Septumplastik

Frau im Pflegeheim hilft einem Senioren beim Aufstehen

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Als Septumplastik wird der operative Eingriff betitelt, der eine Septumdeviation beseitigen soll.

Sobald ein Patient über Beschwerden im großen Ausmaß klagt, welche eindeutig auf eine Nasenscheidewandverkrümmung zurückzuführen sind, kommt oftmals nur noch eine Operation in Frage um die Symptome zu beseitigen.

Während dieser Operation wird die Nasenscheidewand entweder begradigt oder Teile der Septum entfernt um diese wieder in Position zu bringen.

Der Eingriff findet im Allgemeinen in Zusammenhang mit einem stationären Aufenthalt in einer Klinik und unter Vollnarkose statt.

Indikationen

Septumdeviation: Eine Nasenscheidewandverkrümmung ist die Hauptindikation für eine Septumplastik. Hierbei handelt es sich um eine Fehlstellung der Nasenscheidewand. Diese kann beispielsweise erblich bedingt sein oder die Folge früherer Nasenbrüche. Oftmals sind auch Wachstumsstörungen im Kindesalter als Ursache festzumachen. Die Notwendigkeit einer Operation ist vollkommen unabhängig von der Ursache der Septumdeviation. Dabei kommt eine Operation nur in Frage, wenn der Betroffene schwere Symptome aufweist. Meistens geht eine Nasenscheidewandverengung ohne Symptome einher. Es kann aber zu einer Behinderung der Nasenatmung kommen, welche weitere Erkrankungen begünstigen können. Auch treten häufig Schwellungen der Nasenmuscheln zur Tage.

Eine kurzzeitige Behandlungsalternative kann die Benutzung von Nasensprays darstellen. Allerdings erfolgt oftmals eine stetige Erhöhung der Dosierung. Diese „Überdosierung“ kann weitere Folgekrankheiten wie beispielsweise Kopfschmerzen, Tubenmittelohrkatarrhen, Bronchialkatarrhen oder Nasennebenhöhlenentzündungen auslösen. Ebenso kann die andauernde und hohe Einnahme von Nasensprays in die Abhängigkeit führen.

Nasenbeinfraktur: Auch eine Nasenbeinfraktur kann eine Septumplastik nach sich ziehen. Eine Nasenbeinfraktur kann zu einer Septumdeviation führen, die Atembeeinträchtigungen hervorbringt.

Chronische Sinusitis: Eine mehr als 8-Wochen-anhaltende Nasennebenhöhlenentzündung wird als chronische Sinusitis bezeichnet. Eine Operation soll in diesem Fall den Sekretabfluss begünstigen und so eine Verbesserung des Zustands hervorrufen.

Schiefe Nase durch Knorpelveränderungen: Hierbei handelt es sich um eine reine kosmetische Korrektur des Erscheinungsbildes.

Die Durchführung

Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der operierende Arzt trennt die Schleimhaut vom Knorpel und Knochen. Die anschließend freiliegende Nasenscheidewand wird, wie es der Krankheitsverlauf erwartet, begradigt.

Anschließend wird die Schleimhaut wieder an die Nasenscheidewand mit Hilfe einer Schaumstofftamponade angedrückt. Diese Schaumstofftamponade verbleibt etwa 1 bis 3 Tage in der Nase.

Der Eingriff dauert zwischen 30 und 60 Minuten, ist aber mit einem stationären Aufenthalt von 4 bis 5 Tagen verbunden. Eine Nachbehandlung durch den behandelnden Arzt ist etwa noch bis zu zwei Wochen nach dem Eingriff erforderlich.

Prognose

Die Heilungschancen nach einer Septumplastik stehen gut, vorausgesetzt  der Eingriff erfolgte ohne Komplikationen und die Indikation wurde richtig eingeordnet.

Nach der Operation sollte der Patient auf Dauer von Atembeschwerden aufgrund einer Nasenscheidewandverkrümmung befreit sein.